Heinar Kipphard

Der Antiheld als Hoffnung

19. Dezember 2021 11 Uhr (Einlass 10.45 Uhr)

Noch einprägsamer als in seinen zu Weltruhm gelangten Theaterstücken „IN DER SACHE OPPENHEIMER“ und „BRUDER EICHMANN“ entwickelte Kipphardt seine Gesellschaftskritik in seinem Roman „MÄRZ“.  Am Beispiel des Antihelden schlechthin, des schizophrenen Dichters Alexander März, gelingt ihm eine tiefgründige Kritik an den krankmachenden Zwängen der Konkurrenzgesellschaft. Kipphardt selbst ist seiner kritischen Linie auch in der Zeit des Kalten Krieges treu geblieben, sowohl 1949, als er sich freiwillig für die Arbeit am Ostberliner Deutschen Theater entschied, als auch 1958, als er wieder in den Westen zog, weil die Bürokratie der DDR eine weitere kritische Theaterarbeit unmöglich machte. Schließlich wuchsen auch in der BRD die Anfeindungen wegen der Politisierung des Theaters, bis 1970 an den Münchener Kammerspielen unter der Chefdramaturgie Kipphardts einer der größten Theaterskandale der BRD entstand und Kipphardts Vertrag nicht verlängert wurde.

Autor: Werner Jocks

Musik: Mickey Neher, Schlagzeug  

Lesende: Daniel Berger und Mareike Götzinger

zakk, Fichtenstr. 40
Eintritt: 10,00 € ermäßigt 5,00 € (Düsselpass, Schüler*innen, Studierende) mit kleinem Frühstück

Tickets im Vorverkauf unter zakk.de oder online reservieren unter
info@heine-salon.de

Im zakk gilt die 2G+ Regel, das bedeutet Einlass nur für Geimpfte und Genesene, die einen amtlichen Schnelltest vorlegen können. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Veranstalter: Heinrich Heine Salon e.V. und zakk e.V.

Gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf